Reiseführer


Der Berliner Dom: ein Berliner Wahrzeichen auf der Spreeinsel

In dem Gebetshaus finden neben den üblichen Gottesdiensten aber auch Konzerte bekannter Musiker und verschiedene Veranstaltungen statt. Nach einer Besichtigung des Doms lädt der benachbarte Lustgarten zum Entspannen ein

Berliner Dom
Tipps von der NH Hausdame
Berliner Dom

Die Geschichte des Berliner Doms

Der Berliner Dom ist nach italienischem Vorbild mit einer zweitürmigen Basilika und einem dreischiffigen Langhaus erbaut. Beeindruckend ist vor allem die prunkvolle Innenausstattung, welche eher an eine katholische Kirche erinnert. Die Geschichte der Vorgängerbauten des Doms geht bis ins Mittelalter zurück. Im Jahre 1465 wurde mit dem Bau einer Oberpfarr-und Domkirche begonnen. Diese wurde 1747 abgerissen und unter Friedrich dem Großen durch eine barocke Kirche ersetzt. Von 1894-1905 wurde der heutige Dom als Hof-und Domkirche der Hohenzollern unter Kaiser Wilhelm II errichtet. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde der Dom von 1975-2002 vollständig restauriert.

Berliner Dom

Besichtigung des Berliner Doms

Sehenswert ist die rechteckige, reich dekorierte Predigtkirche mit ihrem Altarraum und der beeindruckenden, 70 m hohen Kuppel. Über das prachtvoll ausgestattete Kaiserliche Treppenhaus hatte das Herrscherpaar Zugang zur Trau-und Taufkirche sowie zur kaiserlichen Loge der Predigtkirche. Die Trau-und Taufkirche ist ein einfaches Trommelgewölbe mit einer feierlichen und intimen Atmosphäre. Im Dommuseum werden Zeichnungen, Modelle und Entwürfe aus der Entstehungsgeschichte des Doms gezeigt. Eine besondere historische und kulturelle Bedeutung hat die Hohenzollerngruft. Hier werden über 90 Sarkophage der Hohenzollern aus dem 16. bis 20. Jahrhundert aufbewahrt. Ein einzigartiges Erlebnis ist der Aufstieg zum 50 m hohen Kuppelgang. Man erreicht ihn über 270 Stufen und wird mit einem beeindruckenden Blick auf das historische Stadtzentrum Berlins belohnt. Einzigartig ist die weltberühmte Sauer-Orgel. Diese größte, original erhaltene Orgel der Spätromantik wird zu Andachten, Gottesdiensten und Orgelkonzerten eingesetzt. Eine 20-minütige Führung, bei der Sie einen Einblick in die Geschichte des Doms erhalten, ist im Eintrittspreis von 7 Euro enthalten. Für 3 Euro haben Sie die Möglichkeit, mit einem Audioguide eigenständig einen Rundgang durch den Dom, die Gruft, das Museum und den Kuppelgang zu machen.
 
Der Berliner Dom befindet sich im nördlichen Teil der Museumsinsel im Bezirk Berlin Mitte, unweit des NH Collection Berlin Friedrichstrasse. Der Dom ist mit den S-Bahnlinien S5,S7,S75,S9, den U-Bahnlinien U2,U5,U8 (Haltestelle Alexanderplatz) sowie den Bussen 100 und 200 (Haltestelle Am Lustgarten) zu erreichen. Der Zugang zum Dom verläuft über den Lustgarten. Hier und bei den zahlreichen Nebengebäuden befinden sich die Gräber der Hohenzollern.

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